
Kinder sind von Natur aus sehr liebevolle, authentische und dankbare Wesen, an denen nichts falsch ist. Sie sind nur das Spiegelbild von Erziehung, Konditionierung und einer insgesamt traumatisierten Gesellschaft und häufig auch die Symptomträger der Eltern. Bisher war ich immer der Meinung, dass es wenig Sinn macht, Kinder in Therapie zu schicken, weil sie eigentlich Veränderungen in ihrem Umfeld benötigen.
Vor allem durch die gesellschaftlichen Unruhen der letzten sechs Jahre und die ständig steigenden Anfragen von besorgten und hilfesuchenden Eltern, die nicht weiterwissen, beschäftige ich mich seit einiger Zeit damit, auch Kindern nachhaltig helfen zu wollen. Dazu habe ich mir durch Fortbildungen einen „großen Werkzeugkoffer“ zugelegt.
Eine Kinderhypnose unterscheidet sich deutlich von der „Auflösenden Hypnose“ für Erwachsene. Das Nervensystem der Kinder ist sehr suggestibel. Oft befinden sich Kinder im Alltag bereits im hypnotischen Zustand, wenn sie spielen, träumen und Geschichten oder Traumreisen hören. Das nutze ich im therapeutischen Kontext mit Kindern. Dabei werden altersgerechte Techniken eingesetzt und auf jedes Kind individuell zugeschnitten. Mit einem 8-jährigen Kind werde ich natürlich anders arbeiten als mit einem 15-jährigen Teenager. Im Vorfeld ist es notwendig, ein vertrauensvolles Verhältnis zum Kind aufzubauen. Die Eltern werden in den Prozess eingebunden.